Obwohl Selbstoptimierung meist mit Fitness und Sport in Verbindung gebracht wird, hat ein großer Teil des Themas keinen direkten Bezug zu sportlichen Aktivitäten. Der Bereich Gesundheit findet oft nur als Teilbereich von Fitness Beachtung, ist natürlich aber auch für sich allein gesehen sehr wichtig. Unter den zahlreichen, oft ignorierten Gesundheitswerten befindet sich beispielsweise auch die Innenraumluftqualität, oder kurz IAQ. Interessierte Nutzer erhalten mit dem richtigen Messgerät zahlreiche Informationen zu ihrer Gesundheit, die trotz ihrer geringen Präsenz auf dem Markt für Selbstoptimierung einen überraschend großen Einfluss auf den Alltag des Anwenders haben.

Raumluft befindet sich überall

Menschen verbringen einen großen Teil ihrer Zeit innerhalb von Raumluft – durchschnittlich etwa 90 Prozent ihres Lebens. Raumluft umschließt nämlich nicht nur die eigenen vier Wände, sondern auch öffentliche Gebäude wie Krankenhäuser oder Schulen, sowie auch Verkehrsmittel, egal ob öffentlich oder privat. Damit spielt die Innenraumluft sogar eine größere Rolle in der Gesundheit als die viel öfter erwähnte Außenluft.
Wer also starkes Interesse an seiner eigenen Gesundheit findet, erhält mit dem richtigen Messgerät unzählige Informationen, die zwar unscheinbar, aber trotzdem sehr wichtig sind – so starben beispielsweise allein im Jahr 2000 knapp zwei Millionen Menschen an den Folgen ungesunder Atmosphäre.

Ein breiter Begriff

Die Innenraumluftqualität umfasst ein breites Spektrum an Werten. Von natürlichen Schadstoffen wie dem Kohlenstoffdioxid aus der Atmung oder Schimmelsporen an den Wänden bis hin zu Asbest aus alten Feuerschutzbeschichtungen und Passivrauch deckt sie alle Stoffe ab , die Einfluss auf die Gesundheit des Bewohners nehmen.
Um all diese Stoffe zu erkennen benötigt es besonderer Messgeräte, vor allem da die zahlreichen Schadstoffe in der Raumluft oft nur in recht geringen Mengen vorliegen. Um die IAQ also zu analysieren benötigen interessierte Selbstoptimierer erst einmal einen Sammler. Dabei bietet sich ihm die Wahl zwischen einem Passivsammler, der die Stoffe in der Luft über längere Zeit via Diffusion aufnimmt, oder einem Aktivsammler, der die Luft einfach durch das Absorptionsmaterial pumpt. Anschließend arbeiten zahlreiche Sensoren und unterschiedliche Verfahren an der Analyse der Stoffe und geben dem Nutzer schließlich Auskunft über seine Atmosphäre.

Die besten Messgeräte für die Luftqualität

Wie die Funktionsweise der Luftqualitätsmessgeräte wohl vermuten lässt, kosten die Geräte einiges an Geld. Während schon einfache Kohlenstoffdioxid-Tracker wie der Ampel Smile von Muenkel Design oder der Desktop CO2 von Extech um die 200 Euro kosten, benötigen interessierte Selbstoptimierer für die voll funktionsfähigen IAQ-Messgeräte weitaus mehr Geld. Der Trotec PC200 beispielsweise erfasst die Luftqualität mithilfe eines Partikelzählers und kostet je nach Anbieter etwa 1000 Euro. Das wohl hochwertigste Gerät auf dem Markt für Privatpersonen ist der Fluke 975V. Für ungefähr 2000 Euro gehört das Gerät, das fünf Messgeräte in einem vereint, auch zu den teuersten Messgeräten seiner Art.

Alle Preise reichten sich nach Stand Juni 2015. Neben Voelkner oder Conrad Electronics finden interessierte Selbstoptimierer die Geräte vor allem in den Online-Shops der Hersteller oder bei Amazon. Auch eBay bietet von Zeit zu Zeit das ein oder andere Schnäppchen.

Lohnt sich der Kauf eines IAQ-Messers?

Mit solch teuren Geräten fällt wohl selbst motivierten Selbstoptimierern die Kaufentscheidung schwer. Wer sich also nicht ganz sicher ist, ob seine Selbstoptimierung vierstellige Eurobeträge wert ist, sollte sich erst einmal eines der günstigeren Einsteiger-Geräte zulegen – auch wenn diese mit weitaus weniger Funktionen kommen. Wer allerdings wirklich plant, sich mit der Qualität der Atmosphäre um sich herum zu befassen, kommt um den Kauf eines hochwertigen Messgerätes nicht herum.

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *