Das Ende eines Rennens ist mitunter ziemlich chaotisch. Bei halbwegs ebenbürtigen Gegnern passiert es schon mal, dass bis zu acht Leute innerhalb weniger Sekunden über die Ziellinie schreiten. Ein kurzes Blinzeln oder die kleinste Unaufmerksamkeit des Schiedsrichters kann dann den ganzen Wettlauf verfälschen.

Die App SprintTimer Foto Finish vom Developer Sten Kaiser ist dafür gedacht, dieses Problem zu umgehen. Als App, die sich vor allem an Trainer und Sportlehrer richtet, misst sie die Zeiten der Sprinter genauer, als ein Mensch je könnte. Wie das möglich ist und wie die App genau funktioniert, erfahren Sie in den folgenden Textpassagen.

Ein Fotofinish im wahrsten Sinne des Wortes

Das besondere an der App ist, dass der Name nicht nur leeres Marketing ist. SprintTimer Photo Finish nutzt die gleiche Technik wie das Equipment von professionellen Turnieren, etwa den olympischen Spielen.

Der User startet einfach die App, lässt den Timer laufen und hält die Kamera seines Smartphones auf die Ziellinie. Die App erstellt nun Bilder, die jeden Läufer und seine entsprechende Zeit darstellen. Bei Bedarf scrollt der Nutzer von SprintTimer durch die erstellten Fotos, um das passende Fotofinish zu finden.

Da aber nicht jedes Wettrennen nur wenige Sekunden dauert, beinhaltet die Applikation auch eine Art Bewegungssensor. Wie auch für kürzere Rennen richtet der Anwender sein Smartphone auf die Ziellinie und wartet. Erkennt die Kamera, dass die ersten Mitläufer vor die Linse treten, startet sie die Aufnahme. Dadurch verhindert SportTimer, dass unbrauchbare Fotos zu viel Speicherplatz in Anspruch nehmen.

Die Vorteile gegenüber klassischen Methoden

Zumindest für Hobbysprinter, Trainer und Sportlehrer ist SprintTimer eine mehr als  praktikable Alternative zu anderen Timetrackern. Vor allem gegenüber der Standardmethode – einer Stoppuhr – bietet die Anwendung von Sten Kaiser einige Vorteile.

Wie schon oben erwähnt, ist es für eine Person fast unmöglich, den Überblick über die Zielgerade eines recht engen Rennens zu behalten. Die meisten Sportler lösen dieses Problem, indem sie mehrere Schiedsrichter mit je einer Uhr an das Ziel stellen. Mit SprintTimer benötigt es jedoch nur einen Beobachter an der Schlusslinie des Wettlaufs. Sobald das Rennen startet und die Kamera sich in Position befindet, muss der Anwender sein Smartphone nicht einmal mehr in den Händen halten. Das Wegfallen von Reaktionszeiten lässt die Ergebnisse zudem genauer ausfallen.

Der größte Vorteil gegenüber anderen Methoden – zumindest gegenüber den bezahlbaren – ist jedoch die Möglichkeit, seine Bilder und Zeiten zu speichern. So ist es jedem Läufer möglich, einen ständigen Überblick über seine Form zu behalten und Verbesserungen festzustellen.

Download, kompatible Geräte und Zusatz-Software

Alles, was interessierte Sportler benötigen, um SprintTimer zu benutzen, ist ein Mobildevice von Apple und ein wenig Kleingeld. Der iTunes-Store bietet die App zu einem Preis von 2,99 Euro (Stand Juni 2014) an.

Die Software arbeitet mit allen Geräten, auf denen mindestens iOS 6.0 läuft – dabei ist es egal, ob dieses Gerät ein iPhone, iPad oder iPod touch ist. Die Beschreibung der Anwendung sagt jedoch auch aus, dass sie am besten auf einem iPhone 5 funktioniert.

Ein kleiner In-App-Store bietet zudem ein recht simples Addon mit einem Preisschild von 99 Cent (Stand Juni 2014). Start Sender, so der Name, erlaubt es dem Anwender zwei Handys zur Zeitmessung zu nutzen. Eines gibt dabei das Startsignal von sich, während das zweite iOS-Device schon vor dem Anfang des Rennens die Ziellinie in der Linse behält. Das Gagdet, das den Wettlauf startet, schickt zeitgleich ein Signal an das Smartphone an der Ziellinie. Das beginnt folglich sofort mit der Messung der Zeit.

Fazit

SportTimer ist eine günstige und trotzdem qualitative Anwendung für alle Menschen mit Interesse an Wettläufen jeglicher Art. Egal ob die Smartphone-Kamera auf die Ziellinie eines Rennens, Kayak-Wettstreites oder Fahrrad-Turnieres gerichtet ist – SportTimer bietet genaue Ergebnisse, ohne dass der Nutzer eingreifen muss.

Natürlich ersetzt die App von Sten Kaiser keine professionelle Ausrüstung. Wer aber gerade keine 10.000 Euro für eine Fotofinish-Kamera zur Hand hat, findet in SprintTimer eine durchaus überzeugende Alternative.

Alternativen zu SportTimer Photo Finish

iOS-Nutzer finden in ihrem AppStore eine weitere Anwendung mit den gleichen Aufgaben wie SprintTimer: PVI Photo Finish. Die Feature-List von PVU ist nahezu identisch mit den Funktionen von SportTimer, die App kostet jedoch zwei Euro mehr (Stand Juni 2014).

Android-Besitzer haben Pech. Mehr als einfache Stoppuhr-Ersatze gibt es auf Googles Software-Store leider nicht. Ähnlich sieht es in Microsofts Apps-für-Windows-Angebot aus. Renn-Enthusiasten ohne iOS-Geräte müssen sich also weiterhin auf die Genauigkeit ihrer Stoppuhren verlassen.

Zusammenfassung
Autor
Max
Datum
Testgerät
SprintTimer Photo Finish
Bewertung
4

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